Ein System globaler Gerechtigkeit und Solidarität

 

Es gibt keine Kriege mehr, Not und Armut sind vorbei. So sollte die Welt von morgen aussehen. Für eine bessere Welt ist globale Gerechtigkeit das zentrale Thema. Dauerhafter Weltfrieden, Freiheit und Sicherheit sind ohne umfassende Gerechtigkeit kaum denkbar.

Es gab schon viele Ideen, um globale Gerechtigkeit zu erreichen: Von der sanften Transformation des menschlichen Bewusstseins bis hin zur gewaltsamen Revolution. Revolutionen gab es bereits viele, weil die Änderung des Bewusstseins zu lange dauert. Diese Revolutionen führten aber in nur ganz wenigen Fällen zu den gewünschten Zielen und endeten meistens im Gegenteil. Man kann es besser machen.

Ein Blick in die Zukunft

 

Wir schreiben das Jahr 2100 plus. Die Staaten und Völker der Erde sind politisch in einer föderalen Weltunion verbunden. Es gibt keine Kriege mehr. Angelegenheiten, welche die Menschheit insgesamt betreffen, werden durch eine globale Rechtsordnung geregelt, Streitigkeiten durch übernationale Gerichte beigelegt. Das Weltrecht wird durch die demokratischen Institutionen der Weltunion geschützt und durchgesetzt.

 

Gegenüber der heutigen Welt ist das fast schon ein Paradies. Es geht allen Menschen gut,  bittere Armut gehört der Vergangenheit an. Aber auch extremer Reichtum ist begrenzt, weil er ungerecht ist. Was ist geschehen? Die in der Weltunion vereinigten Nationen haben unter dem Namen KOMPENSO ein System globaler Gerechtigkeit und Solidarität entwickelt. Das Zauberwort heißt Ausgleich, und KOMPENSO ist das Wort dafür auf Esperanto.

Niemand kann etwas dafür, in welcher Zeit, in welchem Land oder unter welchen sozialen Bedingungen er geboren wurde und leben muss. Deshalb findet ein globaler Lastenausgleich statt, wodurch kein Land, kein Volk und auch kein einzelner Mensch mehr wegen widriger Umstände benachteiligt wird. Wie kann so etwas funktionieren?

Was kostet die Welt?

 

Man liest es immer wieder: Unser Planet gehört allen Menschen und nicht einer Elite von Superreichen und Machthabern. Eine schöne Erkenntnis, aber was kann man damit machen? Wie verteilt man die Reichtümer unseres Planeten gerecht unter der Menschheit? Indem man für jeden einzelnen Staat einen möglichst gerechten finanziellen Beitrag für die Weltgemeinschaft ermittelt. Wie soll das geschehen?

Jemand hat einmal ausgerechnet, wie viel Geld unser Planet Erde wert ist, was man als Mindestgebot fordern sollte, wenn man ihn versteigern würde. Es sollen etwa 5 Billiarden Dollar sein. In ähnlicher Weise müsste es möglich sein, den Wert jedes einzelnen Landes zu bestimmen, so wie bei einem privaten Grundstück. Es geht dabei weniger um die Größe der Länder oder die Einwohnerzahl, sondern um ihren wirtschaftlichen Wert. Beispielsweise ist unfruchtbare Wüste nicht so viel wert wie fruchtbares Ackerland, es sei denn, in der Wüste findet man Bodenschätze. Daraus ergeben sich dann die unterschiedlichen finanziellen Beträge, so als würde man die Länder verpachten.

Für die Nationalstaaten, welche die Ländern bereits in Anspruch nehmen, ändert sich an den Besitzverhältnissen nichts. Es ist nur eine Methode, um ihre jährlichen Mitgliedsbeiträge an die Weltunion zu ermitteln. Von diesem Geld finanziert die Weltunion ihre Administration, einschließlich der Einrichtungen globaler Demokratie und des Weltrechts. Das ist einer der Pfeiler der globalen Gerechtigkeit. Es kommen weitere hinzu.

Gemeinsame Projekte der Menschheit

Der globale Sozialfond ist ein weiterer Pfeiler umfassender Gerechtigkeit. Aus ihm erhält jeder Mensch ein ausreichendes Grundeinkommen, ohne Bedingungen und egal wo er lebt, unabhängig von eigenem Einkommen. Alle Menschen erhalten dadurch die gleichen Chancen für ein gute Leben, auch wenn sie kein eigenes Einkommen haben. Weitere Leistungen aus dem globalen Sozialfond sind freie medizinische Versorgung und kostenloser Zugang zur Bildung, von der Grundschule bis zur Universität. Die Umsetzung obliegt den einzelnen Staaten, ohne dass es zu Lasten ihrer Staatshaushalte geht.

 

Die Menschheit steht unter dem Schutz eine Völkerversicherung gegen höhere Gewalt. Die Weltunion organisiert einen globalen Katastrophenschutz, der erstens präventive Maßnahmen gegen Naturkatastrophen und technische Großunfälle jeglicher Art ergreift, wie beispielsweise durch Frühwarnsysteme, und zweitens im Schadensfall schnell und effektiv helfen kann. Das ist ein militärisch organisiertes Rotes Kreuz der neuen Generation, welches personell bestens ausgebildet und technisch optimal ausgerüstet auf Stützpunkten rund um den Globus verteilt ist. Zu dessen Aufgaben gehört auch die Beseitigung von Schäden und der Wiederaufbau nach Katastrophen. Die Prävention erstreckt sich ebenso auf den Schutz vor Gefahren aus dem Weltall.

Für den Fall, dass wieder einmal irgendwo auf der Welt die Barbarei ausbrechen oder es zu einem bewaffneten Konflikt zwischen zwei Ländern kommen sollte, hält die Weltunion einen Übernationalen Friedensschutzes in Bereitschaft, der schnell und effektiv eingesetzt werden kann. Das ist eine Bundespolizei mit militärischen Fähigkeiten, die man als Weltgendarmerie bezeichnen kann. Sie operiert ausschließlich auf der Rechtsgrundlage des Weltrechts und berücksichtigt streng das Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Mittel. So können die Nationalstaaten vollständig abrüsten und die Kosten für eigenes Militär einsparen. Nationale Polizeikräfte für die innere Sicherheit bleiben davon unberührt.
Zwischenstaatliche Kriege landen damit auf der Müllhalde der Geschichte.

Damit die Menschheit eine große Zukunft haben kann, muss sie die Fähigkeit entwickeln, die Erde zu verlassen und ins Weltall zu expandieren. Als erste Stufe wird unser Planet vergrößert. Das Konzept der Greater Earth ist die neue Sicht einer erweiterten Erde, erschlossen und besiedelt von einer größeren, politisch geeinten Menschheit. Als Menschheitsprojekt für das 3. Jahrtausend ist es eine realistische Perspektive zur Entlastung und zum Schutz der Erde selbst, wie auch für die so genannte Eroberung des Weltraums. Finanzierung, Organisation und Verantwortung für das Vorhaben liegen bei der Weltunion.

Einheit der Menschheit ist Voraussetzung

 

Es gibt bestimmt noch mehr Ideen, wie die eingenommenen Mitgliedsbeiträge sinnvoll zu nutzen wären. So ein System wie KOMPENSO kann hier auch nur grob skizziert werden. Wie das im Detail aussehen wird, ist Angelegenheit von Experten und der Politik. Man kann sich aber vorstellen, dass so etwas ohne die politische Einigung der Menschheit nicht möglich ist. Deshalb muss diese Einigung realisierbar werden. Wir sind dazu gezwungen, wenn wir und unsere Nachfahren auf diesem Planeten menschenwürdig überleben wollen. Alleine der Klimawandel wird in nicht allzu ferner Zukunft Probleme bringen, die von keinem Land der Welt mehr alleine bewältigt werden können. Das Konfliktpotenzial wird sich dadurch extrem erhöhen.

Wir haben keine andere Wahl: Die Einheit der Menschheit ist das oberste Ziel. Unsere Politik muss dringend auf eine demokratische Weltunion hinarbeiten. Wir müssen als politisch bewusste Weltbürger eine solche Politik fordern und voran treiben. Das ist unsere wichtigste Aufgabe.

Die Menschheit braucht die Weltunion unbedingt - und sie braucht KOMPENSO.